Informatisches Lernen zum Verstehen der digitalen Medienwelt

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2. Symposium Informatisches Lernen zum Verstehen der digitalen Medienwelt


Ort: Bergische Universität Wuppertal,
Gästehaus, Rainer-Gruenter-Str. 3, 42119 Wuppertal

Zeit:
Freitag, der 1. Februar 2019, 9:00 – 17:00

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DIGITALISIERUNG.EDUCATION

Die Teilnahme ist kostenlos

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Die fortschreitende Digitalisierung ist zum festen Bestandteil unserer Lebens-, Berufs- und Arbeitswelt geworden. Digitale Prozesse sind nahezu überall präsent, sei es in Smartphones, Fahrzeugen, Spielekonsolen oder im Smart Home. Digitale Medien halten seit längerem Einzug in unsere Schulen und Hochschulen; sie gehören zum Alltag der Auszubildenden in den Unternehmen. Sie ermöglichen dabei ein großes Potential zur Gestaltung neuer Lehr- und Lernprozessen. Dies gilt besonders für die individuelle Förderung von Schüler*innen. In einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft existiert der Bedarf, das digitale Geschehen zu begreifen und zu vermitteln und damit wirkliche Medienkompetenz zu erzeugen. Hierzu gehören neben dem Erlernen von Programmiersprachen das Verstehen von Big Data, das Wissen um Daten-Unsicherheiten, das Wissen um die realistischen Leistungen von Algorithmen und das Verstehen der Funktionsweise von Bots, aber auch das Wissen um psychische Risiken, die sich bei übermäßiger Anwendung digitaler Techniken einstellen können, also eine umfangreiche Informatischen Bildung. In einer maßgeblich durch Informatiksysteme geprägten Welt ist deshalb die Beherrschung von Informatikmethoden und -werkzeugen zur vierten Kulturtechnik neben Schreiben, Lesen und Rechnen geworden. Daraus ergibt sich die gesellschaftliche Aufgabe, allen Menschen einen selbstbestimmten Umgang mit ihren Daten sowie eine Einschätzung der Möglichkeiten und Grenzen von Informatiksystemen zu ermöglichen. Das geschieht am besten in einem Schulfach Informatik mit dafür gut ausgebildeten Informatiklehrkräften. Mit dem fachübergreifenden Forum "Digitalisierung und Mediendidaktik in der Lehrerbildung“ der Bergischen Universität Wuppertal wollen wir Bildungsinhalte in der oben beschriebenen Weise diskutieren und weiterentwickeln. Dazu gehört die Aufbereitung wichtiger Themen, wie die Frage nach der Zweckmäßigkeit und Ausgestaltung eines Schulfaches „Informatische Bildung“ sowie die Vernetzung der digitalen Inhalte innerhalb des Fächerkanons. Wie sieht eine Mediengestaltung aus, wenn man gesellschaftspolitisch kritikfähig bleiben und ein hohes Potential an Kreativität dafür nutzen möchte? Wir möchten Sie einladen, sich zu informieren und miteinander in Austausch zu treten.

Programm [Planung Stand: 21.08.18]

08:30 Uhr
Einlass 09:00 Uhr
Grußwort: Prof. Dr. Andreas Frommer, Prorektor Bergische Universität Wuppertal (BUW)
Einführung: Prof. Dr. Axel Buether, Didaktik der visuellen Kommunikation, Leiter Forum Digitalisierung in der Lehrerbildung GSA, BUW 09:20 Uhr
THEMENBLOCK 1: WAS BEDEUTET INFORMATISCHE BILDUNG?
  • Informatische Bildung für digitale Aufklärung
    Prof. Dr. Ira Diethelm, Universität Oldenburg

  • Notwendigkeit einer curricularen Überarbeitung
    Prof. Dr. Torsten Brinda, Universität Essen-Duisburg

  • Informatische Bildung für alle von Beginn an
    Prof. Dr. Ludger Humbert, Daniel Siebrecht, BUW

  • Erweiterung der Perspektive aus Sicht der international vergleichenden Schulleistungsstudie ICILS zu computer- und informationsbezogenen Kompetenzen von Jugendlichen
    Prof. Dr. Birgit Eickelmann, Universität Paderborn

     Diskussion 11:10 - 11:30 Uhr
Pause 11:30 Uhr
THEMENBLOCK 2: GEHÖRT INFORMATISCHE BILDUNG HEUTE ZUR ALLGEMEINBILDUNG?
  • Kritischer Umgang mit digitalen Lernzielforderungen
    Ties Rabe, Bildungssenator Hamburg

  • Notwendigkeit der Digitalisierung
    Paul Eschbach, Ministerium für Schule und Bildung NRW

  • Qualifizierter Bedarf in Forschung und Beruf
    Thorsten Leimbach, Fraunhofer-Institut IAIS, Sankt Augustin

  • Philosophische Aspekte der Digitalisierungsdebatte - Ethik der Algorithmen
    Christopher Koska, Philosophische Hochschule München

      Diskussion 13:10 - 14:00 Uhr
Mittagspause 14:00 Uhr
THEMENBLOCK 3: WIE FUNKTIONIERT INFORMATISCHE BILDUNG IN DER SCHULPRAXIS?
  • Didaktik der Informatischen Ausbildung in der Schweiz
    Prof. Dr. Jürg Gutknecht, Schweizer Informatik Gesellschaft (SI), Bern

  • Informatiklehrer*in, Dr. Dorothee Müller BUW
    Informatik in der Grundschule NRW
    , Kathrin Haselmeier, BUW

  • Universitäre Rahmenbedingungen und Perspektiven
    Dr. Heike Seehagen Marx, ZIM BUW

  • Einführung von Informatik in Grundschulen in Bayern
    Katharina Geldreich, Technische Universität München

      Diskussion 15:40 - 16:00 Uhr
Kaffeepause 16:00 Uhr
PLENUMSDISKUSSION (Moderation Prof. Dr. Axel Buether)
Welchen Beitrag liefert die informatische Bildung für die Schulfächer, die allgemeine Bildung und die Vorbereitung auf eine Partizipation an der digitalen Gesellschaft? o Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule NRW
o Thies Rabe, Bildungssenator Hamburg
o Prof. Dr. Andreas Frommer, Prorektor BUW
o Prof. Dr. Birgit Eickelmann, Universität Paderborn
o Prof. Dr. Ludger Humbert, BUW
o Prof. Dr. Jürg Gutknecht, Schweizer Informatik Gesellschaft (SI), Bern
o Prof. Dr. Torsten Brinda, Universität Essen-Duisburg 17:00 Uhr
Geplantes Ende des Symposiums