Farben hören

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Annegret Bönemann

Farben hören

Als Syn­äs­the­sie wird dem Du­den zu­fol­ge die „Mit­er­re­gung ei­nes Sinnes­organs bei Rei­zung eines an­deren“ be­zeich­net. Syn­ästhe­tiker darf man sich dem­nach nen­nen, wenn man die Fähig­keit be­sitzt, unter­schied­liche Töne in Far­ben zu sehen. Dabei über­la­gert eine syn­ästhe­tische Wahr­nehmung nicht etwa einen an­deren Wahr­nehmungs­kanal, son­dern ist zusätz­lich vor­han­den.

Das Projekt „Far­ben hören“ befasst sich mit der Er­wei­te­rung der sinn­lichen Wahr­nehmung durch einen zu­sätz­lichen Sinnes­kanal. Es er­möglicht, ohne beson­dere Be­ga­bung mit Far­ben Musik zu kompon­ieren.

Mit­hilfe der Positio­nierung von Farb­flächen können Rhyt­mus und Me­lodie der akus­tischen Aus­gabe be­stimmt werden. Der visuelle Rhyth­mus der Far­ben spiegelt sich dabei gleich­zeitig im akus­tischen Rhyth­mus der Ton­ausgabe wieder. Somit können sowohl die visuelle als auch akus­tische Wahr­nehmung bei der Kom­ponierung Ein­fluss nehmen.